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Schlagwort-Archive: Vorsätze

Und Deine Vorsätze für das neue Jahr?

Bald ist wieder Neujahr – und damit für viele Menschen die Zeit, Vorsätze zu fassen. Mit dem Rauchen aufhören, eine Diät machen, mehr Sport treiben – das sind Klassiker. Ich möchte an dieser Stelle mal für Vorsätze der anderen Art das Wort führen.

Sind wir wirklich so egoman?

Interessanter Weise beziehen sich die meisten Vorsätze in ihrer Zielrichtung auf uns selbst, das heißt, wir sind nicht nur der Akteur, sondern auch der unmittelbare und letztlich alleinige Nutznießer. In einer Forsa-Studie zum Jahreswechsel 2008/2009 liest sich das so:

  1. Stress vermeiden oder abbauen (59 Prozent)
  2. Mehr Zeit für Familie und Freunde (51 Prozent)
  3. Mehr Bewegung und Sport (50 Prozent)
  4. Mehr Zeit für sich selbst (47 Prozent)
  5. Sich gesünder ernähren (45 Prozent)
  6. Abnehmen (34 Prozent)
  7. Sparsamer sein (32 Prozent)
  8. Weniger fernsehen (19 Prozent)
  9. Weniger Alkohol trinken (13 Prozent)
  10. Rauchen aufgeben (12 Prozent)

Gut in diesem Sinne finde ich allein Nummer 2. Beim Rest scheint mir, mit Beginn des neuen Jahres hat die Besinnlichkeit und die Konzentration auf die Familie ihre Schuldigkeit getan. Ziemlich egoistisch, oder?

Alternative

Wie wäre es mal mit der umgekehrten Sicht der Dinge? Wie wäre es, Nummer 2 der obigen Liste zur Maxime zu erheben? Wie wäre es, die Vorsätze auf das Zusammenleben mit unseren wichtigsten Mitmenschen zu beziehen? Dann könnte sich eine Liste folgendermaßen anhören:

  1. Mehr Zeit für Familie und Freunde
  2. Den Partner/Die Familie besser verstehen
  3. Gemeinsam Sport treiben
  4. Statt fernzusehen mehr Gesellschaftsspiele mit der Familie spielen
  5. Den anderen mehr Aufmerksamkeit schenken
  6. Anderen Sichtweisen mehr Toleranz und Respekt entgegenbringen
  7. Die kleinen Aspekte des täglichlichen Lebens mehr wertschätzen
  8. Statt “ICH” das “WIR” in den Vordergrund stellen
  9. Hilfsbereiter werden
  10. Besser zuhören können

Ich finde, es lohnt, darüber einmal nachzudenken.

 

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Mit dem Rauchen aufhören – jetzt aber wirklich

“Mit Rauchen aufhören ist ganz einfach – habe ich schon zehn Mal gemacht” – Ja, ich bin Raucher. Und ja, ich weiß, dass es teuer, ungesund und auch ansonsten ziemlich sinnlos ist. Ich habe auch schon ein paar Mal versucht, aufzuhören. Aber weder die Kaugummis noch “einfach aufhören” haben es gebracht – spätestens nach drei bis vier Tagen hing ich wieder am Glimmstengel. Und somit ist auch für 2010 wieder der Vorsatz gefasst, endlich mit diesem Blödsinn aufzuhören. Aber dieses Mal mit System. Ich möchte Dich einladen, mich auf meinem Weg zu begleiten.

Die ersten zwei Fragen, die ich mir in der Vorbereitung meines nächsten Aufhör-Versuchs gestellt habe, war: Warum rauche ich eigentlich? Und in welchen Situationen?

(c) by Motograf (Flickr.com)

Die erste Frage konnte ich nicht sinnvoll beantworten, denn ich bin kein Genussraucher (ich halte dieses gern vorgebrachte Argument ehrlich gesagt für Humbug – es schmeckt nunmal nicht. Und was nicht schmeckt, kann auch kein Genuss sein.). Ein wenig Internetrecherche brachte es dann die klare Gewissheit: Ich bin kein Gelegenheits- oder Stressraucher, sondern ein Gewohnheitsraucher. Während die ersten beiden Gruppen relativ leicht mit Rauchen aufhören können, unterliegt bei Gewohnheitsrauchern das Rauchen einem gewissermaßen psychologischen Druck, der die Suchtwirkung des Nikotin noch verstärkt.

Insofern hilft es also wenig, das Rauchen einzustellen, ohne sich der Situationen bewusst zu werden, in denen man raucht. Ich rauche am Tag ca. 20 bis 25 Zigaretten, soviel weiß ich. Aber wann genau? Gibt es ein Zeitmuster? Oder sonstige Auffälligkeiten?

Also habe ich eine Art Rauchertagebuch geführt und jede Zigarette (die auf dem Weg zur Arbeit, die während der Arbeit, die auf dem Weg nach Hause, die abends usw.) notiert und per Notizen auch gleich den situativen Zusammenhang erfasst (“Kollegen in der Raucherecke getroffen; 3 Stück beim Quatschen”). Hier kannst Du meine Tagebuch-Vorlage herunterladen: Raucher-Tagebuch-Vorlage.

Nachdem ich mir jetzt bewusst bin, wann ich rauche, ging es im zweiten Schritt um die Frage des Warum. Denn der Nikotinbedarf an sich reicht als Erklärungsmodell für die drei Zigaretten auf dem Weg ins Büro nicht aus, wenn ich im Office ohne Probleme auch mal drei Stunden gar nicht rauchen gehe. So wirklich nachvollziehen kann ich es zugegebenermaßen auch jetzt nicht. Klar ist mir hingegen, dass der Schlüssel zum Erfolg das Brechen der Rauch-Gewohnheiten ist.

Nun wissen wir, dass Gewohnheiten ziemlich hartnäckig sind – sie sind schnell antrainiert. Sie loszuwerden hingegen braucht einiges an Zeit und Disziplin (in der Regel zwischen vierzig und sechzig Tagen). Und genau genommen handelt es sich beim Gewohnheitsrauchen nicht um eine einzige Gewohnheit, die es abzustellen gilt, sondern um ganz viele: Nämlich um jede einzelne Situation, in der man üblicherweise raucht. Das macht deutlich, dass es für einen Gewohnheitsraucher eine echte Herausforderung ist, mit dem Rauchen aufzuhören: Denn zum einen muss sich der Körper an sinkende Nikotinspiegel gewöhnen, und die Psyche muss gleichzeitig umgeschult werden.

Ganz im Sinne meines Artikels über Vorsätze habe ich deshalb einen Plan aufgestellt, der step by step jede einzelne meiner Rauch-Gewohnheiten adressiert. In der Timeline ist für jede einzelne Rauch-Gewohnheit festgelegt, wann sie bekämpft werden wird. Diesen Plan habe ich in mein GTD-System eingebaut, so dass er wöchentlich sowohl im Review als auch bei der Wochenplanung Berücksichtigung findet. Der Plan selbst ist in Excel erstellt und auf Wochenbasis aufgebaut, so dass ich im Review recht simpel meinen Erfolg mess- und sichtbar machen kann.

Mein Motto für dieses Vorhaben: “Break the habit!” – Die Affirmation und mein Belohnungssystem behalte ich für mich, aber nach dem ich den Zielzustand jetzt schon mehrfach visualisiert und er-fühlt habe, sollte dem Erfolg dieses Mal nichts im Wege stehen. Ich werde Euch ab jetzt immer Freitags über den Fortgang dieses Projektes berichten. Die Vorgabe für Phase 1 (bis Ende Januar) lautet: Minus drei Stück am Tag.

 
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Geschrieben von - 4. Januar 2010 in Psychologie, Tipps und Kniffe

 

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Und dieses Mal klappt das mit den guten Vorsätzen

Nun dauert es nicht mehr lange: 2010 steht vor der Tür und mit dem Jahreswechsel wieder jede Menge gute Vorsätze. Abnehmen? Mit dem Rauchen aufhören? Mehr lesen? Mehr Sparen? Und wie jedes Jahr werden diese ernst gemeinten Vorsätze unterschwellig von der Furcht begleitet, sie auch dieses Mal nicht in die Realität umsetzen zu können.

Die gute Nachricht: Mit der richtigen Herangehensweise lässt sich die Wahrscheinlichkeit des erfolgreichen “Ich werde ein besserer Mensch” steigern. Jochen Mai hat in seiner Karrierebibel dazu einen schönen Artikel veröffentlicht.

Fassen wir zusammen:

  1. Schaue auf das vergangene Jahr und bewerte kritisch Deine Stärken und Schwächen bzw. was war gut, was schlecht.
  2. Kläre, welche Schwächen Du im kommenden Jahr mindern bzw. abstellen willst
  3. Kläre vor allem, warum Du diese Schwächen abstellen willst: Berührt Dich das Vorhaben innerlich, fühlst Du Dich dem Ziel verpflichtet?
  4. Kläre, was für den Erfolg notwendig ist und beziehe das in Deinen Vorsatz ein
  5. Definiere ein konkretes Ziel und die möglichen Teilschritte dorthin
  6. Visualisiere den Erfolg – wie wird es sich anfühlen, wenn die Teilziele und das große Ziel erreicht werden? Wie wirst Du Dich dabei fühlen? Welchen Benefit wirst Du haben?
  7. Schreibe Dir darauf aufbauend eine Affirmation (Beispiel Abnehmen: “Ich fühle mich leicht und agil, beweglich, wach und munter. Ich kann mühelos große Leistungen bringen und fühle mich dadurch wertvoll, glücklich und geschätzt.”). Affirmationen werden wie folgt geschrieben:
    1. Im Präsenz
    2. positiv
    3. ich-bezogen
    4. visuell
    5. emotional
  8. Plane die Wegbeschreibung und Etappen konkret und greifbar, aber zeitlich ausreichend dimensioniert – Gewohnheiten zu ändern oder gar abzulegen dauert mindestens mehrere Wochen.
  9. Feiere Deine Teilerfolge
  10. Bleibe am Ball, auch wenn Du scheitern solltest. Kaum jemand schafft den ganzen Weg beim ersten Anlauf.

In diesem Sinne wünsche ich Euch/Ihnen einen guten Rutsch ins neue Jahr 2010. Kommen Sie gut und vor allem gesund im neuen Jahr an. Und viel Erfolg für Ihre guten Vorsätze…

 
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Geschrieben von - 29. Dezember 2009 in 7Habits, Allgemeines, Psychologie, Tipps und Kniffe

 

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