Lang herbei gesehnt – nun ist der Urlaub endlich da. Familie einsacken und ab in die Ferien. Aber oftmals sorgt das ungewohnte permanente Zusammensein für Stress. Das muss nicht sein.
Die Erwartungen sind hoch:
Aus der Sicht der Mutter: Endlich ist der Ehemann mal länger am Stück da. Zeit für Gespräche, für die man sonst keine Zeit hatte. Endlich mal etwas Unterstützung bei der Kinderversorgung.
Aus Sicht der Kinder: Endlich ist der Papa mal zum richtig Rumtoben und Spielen da.
Aus Sicht des Vaters: Endlich mal abspannen, ausruhen und wieder ein gutes Buch lesen. Einfach den Job mal aus dem Gehirn verbannen.
Eine solche Konstellation führt zwangsläufig zu Problemen, denn diese Perspektiven lassen sich nicht unter einen Hut bringen. Streit, Diskussionen und schlechte Stimmung machen sich breit. Im Endeffekt wird das Gegenteil von dem erreicht,was alle eigentlich wollten. Was also tun?
Die Lösung besteht in Kommunikation: Klärt vor dem Urlaub die jeweiligen Erwartungshaltungen und verabredet Spielregeln, die dafür sorgen, dass jedes Familienmitglied zu seinem Recht kommt. Wer das erst in der Konfliktsituation klärt, vergeudet wertvolle Urlaubszeit – denn lösbar ist das Problem in der Krisensituation vermutlich eh nicht mehr. Wichtig ist auch die Auswahl des richtigen Urlaubsortes. Balkonien? Meer? Berge? Wenn ein Familienmitlied mit dem Urlaubsort absolut nicht einverstanden ist, dann wird es zwangsläufig zu Problemen kommen.
Und denkt daran: Der Urlaub beginnt beim Losfahren, nicht erst beim Ankommen am Urlaubsort. Ausnahmsweise ist hier der Weg auch schon Bestandteil des Ziels – so eingestellt treiben einen kleinere Pannen auf der Anreise (Flug hat Verspätung, auf der Autobahn ein Stau) nicht gleich in den Wahnsinn.
