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Soziale Netzwerke: Kontakte für sich allein haben (k)einen Wert

Derzeit ist richtig Bewegung im Bereich des Online-Marketings: Immer mehr Dienstleister sprießen aus dem Boden und versprechen wahnsinnig erfolgreiche Erfolgsmodelle im Umfeld der sozialen Netzwerke. Da sind die SEO´s (Search Engine Optimizer), die einem durch gute Suchmaschinen-Rankings Erfolg garantieren, da sind die Kontaktsammler, die mit “Masse statt Klasse” Kunden ködern. Es gibt zu dutzenden Erfolgs-Ratgeber zum Download… Der kleine Mittelständler reibt sich Augen und Ohren und fürchtet, was zu verpassen. Um was geht es da eigentlich und was ist an den Angeboten dran?

Ohne Internet geht es heute nicht mehr

Ich habe ja schon hier deutlich gemacht, warum ich der Ansicht bin, dass Markting keine Frage mehr der analogen oder digitalen Welt ist. Beide sind eins und gehören in einen Marketing-Mix sinnvoll miteinander verknüpft. Mit einer Internetseite allein ist es aber in den meisten Fällen nicht mehr getan. Große Beachtung sollten Unternehmer auch den sozialen Netzwerken schenken, denn wo sonst besteht die Möglichkeit, mit Bestandskunden und solchen, die es werden sollen, in unmittelbaren Kontakt zu treten?

Ein Missverständnis

Und genau an dieser Stelle unterscheidet sich Online-Marketing vom konventionellen Marketing. In der analogen Welt haben wir Visitenkarten verteilt, Flyer an Haushalte verteilen lassen, haben vielleicht in Zeitungen und Käseblättern Anzeigen geschaltet. Aber all das war nur der Versuch, mit einer Pistolenkugel in einem Mückenschwarm ein paar Mücken zu treffen. Über die Wirkungsgrade solcher Methoden kann man vortrefflich diskutieren. Den analogen Versuchen der Akquisition gemein ist das Problem, den Kunden in der Regel nicht zu kennen. Daraus resultiert ein großer Aufwand, um überhaupt an die Stellen zu kommen, an der man sein Leistungs- und Produktportfolio präsentieren kann – von den Schwierigkeiten des Erfolgscontrollings solcher Maßnahmen ganz zu schweigen. Dieses Prinzip nun einfach in die Internetwelt transferieren zu wollen, wird weder den Möglichkeiten des Webs gerecht, noch macht es kaufmännisch gesehen einen Sinn. Denn die Trefferquote erhöht sich ja nicht dadurch signifikant, dass ich auf den Schwarm statt einem nun zwei Schüsse loslasse. Verstehen Sie mich nicht falsch – diese Methoden haben ihre Daseinsberechtigung und gehören in einem Marketing-Mix auch dazu. Sie sind aber nicht alles.

Marketing Werbung Internet Conversions

(c) by jaylopez, StockExchange

Online-Marketing heißt, den Sinn eines sozialen Netzwerkes, nämlich bilaterale wertvolle Kommunikation, sinnvoll für sich zu nutzen. Das wahre Potential liegt darin, den Kontakten einen Mehrwert zu liefern. Passiert das, findet auch im Netz Empfehlungsmarketing statt – nur deutlich schneller und in ganz anderen Dimensionen als im Real Life. 20.000 Kontakte bei Xing als Beispiel nutzen Ihnen im Online-Marketing gar nichts, wenn Sie als Unternehmen diese Kontakte nicht aktiv kommunikativ bedienen, sich am sozialen Netz nicht wirklich beteiligen und vor allem, das Netz nicht an Ihnen teilhaben lassen. Sie haben in der Online-Welt die Chance, Menschen an sich zu binden, die noch gar keine Kunden sind.

Marketing ist nicht Werbung…

…sondern geht weiter. Marketing ist Werbung + Imagepflege + Kundenservice + Dienstleistung + gute Produkte + usw. Das ist eine betriebswirtschaftlichen Binsenweisheit, wird aber immer wieder gern gleichgesetzt. Mit diesem Fokus betrachtet lässt sich das Internet heute wirklich fantastisch nutzen – so denn die Aktivitäten sinnvoll in ein Gesamtkonzept eingebunden sind. Bei Facebook beispielweise gibt inzwischen zahlreiche Beispiele, was in diesem Bereich auch für kleine Unternehmen möglich ist.

Suchmaschinen-Optimierung und Co.

Eine Internetseite kostet Geld. Und natürlich haben Sie als Unternehmer ein Interesse daran, dass die Seite nicht nur im Internet steht, sondern auch möglichst zahlreich besucht wird. Hier kommen die Suchmaschinen ins Spiel. Je höher Ihre Platzierung in den Ergebnislisten sind, umso größer wird die Wahrscheinlichkeit, dass Besucher Ihre Seite finden. So weit, so gut.

Inzwischen gibt es eine ganze Branche, die sich mit nichts anderem beschäftigt, als Internetseiten so zu optimieren, dass sie in den Ergebnislisten der Suchmaschinen besser platziert sind. Im Grundsatz ist dagegen nichts zu sagen. Aus einem besseren Ranking heraus nun aber durchschlagenden Erfolg zu versprechen, ist nach meinem Geschmack eine heikle Angelegenheit. Denn was nützt es Ihnen, wenn zwar deutlich mehr Leute Ihre Seite finden – aber leider nach 2 Sekunden zum Konkurrenten klicken, weil Layout und Texte und was-auch-immer auf Ihrer Seite die Menschen nicht zum Lesen und Verweilen einladen? Nur ein Besucher, der bleibt, kann auch zum Kunden werden.

Ein weiteres Problem: Nach welchen Algorithmen die Suchmaschinen ihre Ergebnisindizes erstellen, ist streng gehütetes Geheimnis bei Google und Co. Die Optimierer wissen also nicht, an welchen Stellen und mit welcher Gewichtung tatsächlich Optimierungen der Seite zu einem besseren Ranking führen.

Um es klar zu sagen: Es gibt Grundregeln, die man beim Texten und Gestalten von Internetseiten immer beachten sollte und die mit ziemlich großer Wahrscheinlichkeit Einfluss auf das Ranking haben. Und es gibt viele SEO-Dienstleister, die hier seriöse und gute Arbeit leisten. Aber es gibt leider auch eine sehr große Zahl an Unternehmen, die diese Allgemeinplätze für teures Geld verkaufen und Ihnen als KMU das blaue vom Himmel herunter versprechen.

Content is king

Inhalt ist der Schlüssel zum Erfolg. Sie müssen auf Ihrer Internetseite, auf Ihrem Blog und in den Kanälen der sozialen Netzwerke guten, wertvollen Inhalt liefern. Und das am besten multimedial. Statt eines an 20.000 Kontakte verschickten digitalen Flyers (manche Menschen nennen so etwas auch Spam) können Sie in der direkten, persönlichen Kontakt-Kommunikation viel weitreichendere Effekte erzielen. Es braucht nicht viel Sachverstand um zu verstehen, dass dieser Weg Zeit benötigt. Aber langfristig zahlt es sich aus.

Wertvolle Inhalte? Was das sein könnte, finden Sie eigentlich schnell heraus, wenn Sie mit offenen Augen und Ohren die Streams Ihres Netzwerkes verfolgen – was wird weitergeleitet, was auf Facebook und Twitter geteilt? Das können interessante Artikel über neue Produkte sein, über neue Trends in Ihrem Marktsegment. Das können Videos sein, Präsentationsfolien – alles was für andere interessant und der Entwicklung eines positiven Marken- und Firmenimages zuträglich ist. Es lohnt sich, ruhig in diesen Medien auch Mal ein wenig zu experimentieren.

Fazit

Vorsicht! Wann immer ein Dienstleister Ihnen den schnellen Wahnsinnserfolg im Internet verspricht – egal, womit – dann seien Sie bitte auf der Hut. Überlegen Sie sich genau, wie plausibel das Angebot eigentlich ist. Im Zweifel sollten Sie sich an einen anderen Experten wenden und die Chose hinterfragen.

Nur Mut! Die Möglichkeiten des Mit-mach-Internets sind weit gefächert. Es lohnt sich, gerade auch für Klein-Unternehmen, hier präsent zu sein und sich seine eigene Netzwerk-Gemeinschaft zu erschließen. Aber bitte auf eine Art und Weise, die zu Ihrem Unternehmen passt und authentisch ist. Alles andere macht Sie unglaubwürdig – im Marketing eine Todsünde.

 
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Geschrieben von - 25. Juni 2010 in Marketing, Social Networking, Unternehmer, Web 2.0

 

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Mein GTD mit Microsoft Outlook – Kontaktpflege

Soziale Kontakte sind wichtig – heute im Rahmen der Social Networks mehr denn je. Umso unverständlicher, dass viele Menschen ihre sozialen Kontakte eher zufällig handhaben. Während Unternehmen kapitalintensiv CRM-Systeme (CRM = Customer Relationship Management) einführen, um ihre Kundenkontakte gezielt zu managen, dümpelt so manches individuelle Kontake-Halten ein Schattendasein. Dabei sind Freunde und Familie die „Backbones“, auf denen unser beruflicher Erfolg mit basiert.

Hier ergibt sich dann auch die nicht ganz so offensichtliche Verbindung zu GTD und den 7 Habits eines Stephen Covey. Und damit auch die Schnittstelle zu Microsoft Outlook.

Ein Kontakt wird in Outlook wie eine Karteikarte organisiert. Und wie bei den Aufgaben haben wir bei den Kontakten neben den üblichen Datenfeldern wie Anschrift und Telefonnummer ein Notizfeld zur Verfügung. Was vielen nicht klar ist: Dieses Notizfeld verwandelt unser Kontaktformular in ein CRM-Light.

Wie in der Aufgabenverwaltung auch haben wir bei den Kontakten die Möglichkeit, Kontakte in Ordnern zusammen zu fassen und kontextorientiert in Gruppen zu bündeln. Bei mir sieht das relativ schlank so aus:

Kontakte

Die Zuordnung der Kontakte zu den einzelnen Gruppen und Ordnern erfolgt wie immer schlank per Drag and Drop. Das wäre es dann schon an Vorbereitung.

Das Entscheidende ist nun, wie man mit diesen Kontakten umgeht. Man muss dabei zwei Arten von Kontakten unterscheiden – die einen, mit denen man im Rahmen von Projekten o.ä. regelmäßig zusammen arbeitet. Hier ergeben sich die Kontakte/Meetings etc. quasi von allein.

Die anderen, und um die geht es mir primär, sind die Kontakte, deren Pflege sich auf unser Wohlbefinden auswirken (Familie/Freunde) oder deren Pflege uns künftig das Leben einfach bereichern können (sowohl monetär als auch immateriell – also Vitamin B, wenn man so will).

Und eben diese Kontaktpflege will geplant sein. Die Verfahrensweise ist bei mir analog zum Aufgabenmanagement – und wird in einem Rutsch mit abgearbeitet. Anders als bei den Aufgaben verzichte ich hier aber auf die Integration mit den Aufgaben, da es hier nicht um unmittelbare Aufgaben dreht, sondern um reine Beziehungspflege. Die Planung der Anrufe etc. erfolgt über die Nachverfolgung-Funktion. Im Notizfeld notiere ich dann bei der Umsetzung zum einen die Art der Kontaktaufnahme, Datum sowie einige ergänzende Infos (spannende Themen, auf die man später wieder referenzieren kann). Ist der Anruf/das Treffen vorbei, setze ich in der Regel den Nachverfolgungstermin neu – fertig.

Ein schlankes System, was kaum Mehrarbeit verursacht.

 
3 Comments

Geschrieben von - 11. Oktober 2009 in 7Habits, GTD, Outlook

 

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