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Archiv der Kategorie: Motivation

Ursula Jocham: Mach´s doch mal ganz anders…

Besteht Dein Leben auch aus einer Vielzahl von Gewohnheiten? Angewohnheiten, die Dir Sicherheit und Stabilität geben? Wo Du gar nicht mehr denken musst, weil sie ganz automatisch ablaufen? Nicht schlimm – das geht wohl fast allen Menschen so. Die „lieben“ Gewohnheiten begleiten uns durch unseren Alltag, Tag für Tag. Wir haben sie uns meist über Jahre, manche sogar schon in unserer Kindheit angewöhnt. Wir pflegen sie und es fällt uns leicht, die Dinge so zu tun wie wir sie schon immer getan haben. Wie wir sie gelernt haben. Wie wir sie uns irgendwie mal irgendwann angewöhnt haben. Wir sind routiniert und spulen das vorgegebene Programm einfach nur noch ab… Read the rest of this entry »

 
 

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Wolfgang Natzke: Gönne Deinem Träumer Raum und Zeit – es lohnt sich!

Was verbindet Walt Disney und Albert Einstein? Nun, beide waren besonders erfolgreiche Menschen – oder? Durch unseren inneren Träumer – wenn wir ihn konstruktiv zu Wort kommen lassen – können wir ähnlich erfolgreich werden. Es bedarf lediglich einer Vision, einer Methode, Mut und Zuversicht um großes Kino zu schreiben.

Wenn Du dich einmal bewusst umsiehst, dann ist wahrscheinlich das meiste von dem, was Du siehst, auf irgendeine Weise das Produkt menschlicher Kreativität: Computer, Gebäude, Fahrzeuge, Flugzeuge, Audio- & Videogeräte, Bücher, Wohngebäude, … Für die Menschheit waren all diese Dinge zu einem bestimmten Zeitpunkt einmal unvorstellbar gewesen – eben ein Traum. Und jetzt sind sie Realität – hat diese Tatsache nicht etwas geradezu Magisches an sich?

Was kann Träume in Wirklichkeit verwandeln? Read the rest of this entry »

 
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Geschrieben von - 15. September 2011 in Gastbeiträge, Leben, Motivation, Philosophisches

 

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Wie organisiert sich eigentlich eine erfolgreiche Unternehmerin? – Interview mit Sina Trinkwalder, der manomama

Um es vorweg zu nehmen: Sie organisiert sich gar nicht, sondern sie lässt sich organisieren – Delegation mal ernst genommen ;-) . Manomama ist das vielleicht interessanteste Projekt, das mir in den letzten Monaten über den Weg gelaufen ist. Ein Modelabel, das auf nachhaltige Produkte und Produktion schaut, das in Deutschland fertigt und für den Vertrieb und das Marketing voll auf das Internet setzt? Kann es das geben? Ja, es kann. Was also lag näher, als die Interviewreihe mal wieder aufzugreifen und mit der Initiatorin, Chefin, Multiplikatorin, Entrepreneurin Sina Trinkwalder über Zeitmanagement zu sprechen – bzw. zu mailen? Read the rest of this entry »

 

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Lesetipp: “Affenmärchen” – ein Buch über die Notwendigkeit, die Arbeitswelt neu zu gestalten

Gebhard Borck, Mitglied der “Beratergruppe sinnvoll Wirtschaften” und Mit-Initiator des RealExperiments, hat ein Buch geschrieben, dass nicht nur sehr bemerkenswert ist, sondern auch auf unkonventionelle Weise vertrieben wird. “Affenmärchen – Arbeit frei von Lack & Leder” zeigt auf, wie sich in den vergangenen Jahrzehnen die Arbeitswelt verändert hat – und warum es notwendig ist, sie komplett neu zu gestalten.

Die Ausgangslage dieses Buches ist ziemlich düster: Wenn man Studien wie dem Gallup Engagement Index oder dem DGB Index Gute Arbeit Glauben schenken darf, dann leisten ca. 90% der deutschen Arbeitnehmer nicht das, was sie zu leisten im Stande wären. Und noch viel schlimmer: Sie sind zwar täglich physisch bei der Arbeit, aber im Geiste eher weniger. Dienst nach Vorschrift, innere Kündigung – das scheint der durchschnittliche Normalzustand der Arbeitnehmer zu sein.

Gebhard Borck zeigt auf, woran das liegt. Und was Unternehmen und Arbeitnehmer tun können, um Arbeit von einer lästigen Pflichterfüllung wieder in eine sinnstiftende und erfüllende Angelegenheit zu verwandeln.

Zahlreiche Fallbeispiele aus seiner Beraterpraxis konkretisieren seine Thesen und dienen gleichzeitig als Basis für das Aufzeigen neuer Wege, an denen, und da stimme ich dem Autor uneingeschränkt zu, wir nicht vorbeikommen werden, wenn wir als Volkswirtschaft im globalen Wettbewerb bestehen wollen. Gebhard Borck ist da im übrigen kein utopisch-visionärer Spinner, sondern in guter Gesellschaft. Es mehren sich die Beispiele in der Wirtschaft, die beweisen, dass Ethik, Moral und Wirtschaft sich durchaus in Einklang bringen lassen (wer mehr lesen will, dem sei zum Beispiel Gunter Dueck ans Herz gelegt: Der Chief Technology Officer der IBM schreibt seit Jahren Bücher, Blogartikel etc.  zu diesem Themenkreis).

Das Gute an Gebhards Buch: Ihr braucht die Katze nicht im Sack zu kaufen. Er hat für sein Buch ein Blog eingerichtet, auf dem er jeden Tag einen Teil des Buches veröffentlicht. Und wer es gern bequem mag, bekommt über den Newsletter das Ganze täglich frei Haus geliefert. Wem es gefällt, kann, darf und sollte dann auch die Papiervariante ordern.

Fazit: Lesens- und vor allem bedenkenswert!

 

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Und Deine Vorsätze für das neue Jahr?

Bald ist wieder Neujahr – und damit für viele Menschen die Zeit, Vorsätze zu fassen. Mit dem Rauchen aufhören, eine Diät machen, mehr Sport treiben – das sind Klassiker. Ich möchte an dieser Stelle mal für Vorsätze der anderen Art das Wort führen.

Sind wir wirklich so egoman?

Interessanter Weise beziehen sich die meisten Vorsätze in ihrer Zielrichtung auf uns selbst, das heißt, wir sind nicht nur der Akteur, sondern auch der unmittelbare und letztlich alleinige Nutznießer. In einer Forsa-Studie zum Jahreswechsel 2008/2009 liest sich das so:

  1. Stress vermeiden oder abbauen (59 Prozent)
  2. Mehr Zeit für Familie und Freunde (51 Prozent)
  3. Mehr Bewegung und Sport (50 Prozent)
  4. Mehr Zeit für sich selbst (47 Prozent)
  5. Sich gesünder ernähren (45 Prozent)
  6. Abnehmen (34 Prozent)
  7. Sparsamer sein (32 Prozent)
  8. Weniger fernsehen (19 Prozent)
  9. Weniger Alkohol trinken (13 Prozent)
  10. Rauchen aufgeben (12 Prozent)

Gut in diesem Sinne finde ich allein Nummer 2. Beim Rest scheint mir, mit Beginn des neuen Jahres hat die Besinnlichkeit und die Konzentration auf die Familie ihre Schuldigkeit getan. Ziemlich egoistisch, oder?

Alternative

Wie wäre es mal mit der umgekehrten Sicht der Dinge? Wie wäre es, Nummer 2 der obigen Liste zur Maxime zu erheben? Wie wäre es, die Vorsätze auf das Zusammenleben mit unseren wichtigsten Mitmenschen zu beziehen? Dann könnte sich eine Liste folgendermaßen anhören:

  1. Mehr Zeit für Familie und Freunde
  2. Den Partner/Die Familie besser verstehen
  3. Gemeinsam Sport treiben
  4. Statt fernzusehen mehr Gesellschaftsspiele mit der Familie spielen
  5. Den anderen mehr Aufmerksamkeit schenken
  6. Anderen Sichtweisen mehr Toleranz und Respekt entgegenbringen
  7. Die kleinen Aspekte des täglichlichen Lebens mehr wertschätzen
  8. Statt “ICH” das “WIR” in den Vordergrund stellen
  9. Hilfsbereiter werden
  10. Besser zuhören können

Ich finde, es lohnt, darüber einmal nachzudenken.

 

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Vorsätze für das neue Jahr

Eines der Dinge, die ein gutes Zeit-Management ausmachen, sind regelmäßige Reviews. Das heißt, die Betrachtung eines vergangenen Zeitraums (Tag, Woche, Monat usw.) und die selbstkritische Analyse: Was hat gut geklappt, was nicht? Wo ist man den eigenen Zielen näher gekommen, wo nicht und warum nicht? Welche Lehren kann man daraus ziehen?

Der zweite Teil des Reviews ist streng genommen ein Preview: Mit der Erfahrung aus der Vergangenheit die Zukunft gestalten.

Mit der Weihnachtszeit und dem Jahreswechsel rückt bei vielen Menschen der Jahresrückblick in den Fokus: Was uns das vergangene Jahr gebracht? Welche Herausforderungen mussten gemeistert werden – und wurden gemeistert? Welche Überraschungen hat es gegeben? Welche Ziele wurden erreicht, welche guten Vorsätze umgesetzt (und wie lange :-) )?

Eine solche Rückschau ist wichtig, denn konzentriert durchgeführt erlaubt das Review einen kritischen Blick auf uns selbst. Was aber viel wichtiger ist: Wir können die Lehren ziehen, um für das kommende Jahr unser Leben anders zu gestalten. So weit, so gut. 

Wie aber setzt man die guten Vorsätze um? Sich etwas vorzunehmen ist ja leicht, deswegen tun es ja auch so viele. Aber an der Umsetzung scheitern die meisten. Hierzu 5 Tipps von Richard Wiseman, Professor der Psychologie an der Universität von Hertfordshire (Groß-Britannien):

Also:

  1. Zerlege Dein Ziel in mehrere kleine Etappenziele.
  2. Teile Dein Ziel Deiner Familie, Deinen Freunden usw. mit
  3. Schreibe Dir auf, welche Vorteile Du durch das Erreichen des Ziels hast und warum dieses Ziel für Dich wichtig ist
  4. Wenn Du eines der Etappenziele erreichst, belohne Dich angemessen (kleines Ziel = kleine Belohnung)
  5. Dokumentiere regelmäßig Deinen Fortschritt (Blog, Zettel am Kühlschrank, Tagebuch)

Dazu die Ratschläge von Richard Bandler, NLP-Trainer hinzufügen:

Dann sollte eigentlich die Erfolgschance deutlich höher sein…

 

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“Feel it!” – Eine Buchempfehlung

Wissen ist Macht – macht nichts, denn ich weiß, dass ich nichts weiß. Das ist für mich die Quintessenz aus dem Buch “Feel it! Soviel Intuition verträgt Ihr Unternehmen” von Dr. Andreas Zeuch. Dieser Artikel ist keine Rezension, sondern eine Empfehlung. Für mehr Selbstbewusstsein im wahrsten Sinne des Wortes. Für mehr Akzeptanz von Emotion und Intuition im Handeln. Und für mehr Selbstvertrauen darauf, dass unser Unterbewusstsein kein tumber Idiot ist.

Da hat man tagelang über einem Projektplan oder Budgetplan gebrütet und verhandelt. Oder sich tolle Argumente für die Diskussion im Elternverein überlegt. Oder einen phantastischen Finanzierungsplan für die Selbstständigkeit entwickelt. Oder ein klasse Marketing-Konzept gebaut, das einfach funktionieren muss. Und dann kommt Herr Murphy um die Ecke: Erstens kommt es anders, und zweitens als man denkt.

Ist es nicht absurd, wie viel Zeit wir darauf verwenden, sachlich-objektiv-orientiert etwas zu analysieren, was künftig sein wird? Beziehungsweise sein könnte? Wie viel Mühe wir investieren, um aus der Glaskugel etwas heraus zu lesen? Den Kaffeesetz zu interpretieren? Letztlich ist es doch nicht mehr und nicht weniger, wenn wir “vernünftig ausgerichtet” Einflussfaktoren interpretieren und Hochrechnungen anstellen. Nur: Wie rational ist eigentlich unser rationelles, sachliches Denken wirklich? Warum kommt es zu Börsencrashs, doppelt teuren Konzerthäusern, wenn doch hier wie dort so viele Menschen damit beschäftigt sind, die Zukunft zu planen? Warum verhält sich die Zukunft eigentlich nie so, wie wir es vorhergesagt haben?

Die schlechte Nachricht: Mit unserem Blick in die Zukunft ist es ist nicht weit her. Wie wir aus der Gehirnforschung wissen, ist unser bewusstes Denken der kleinste Teil unserer Gehirnaktivität. Und die Gedanken sind dabei noch nicht einmal frei, weil die Automatismen unseres „Denk“-Organs dafür sorgen, dass wir selten die gewohnten Trampelpfade des Verhaltens und Organisierens verlassen können. Insofern ist es keine Überraschung, dass unsere Modelle der Zukunft eigentlich immer daneben liegen.

Das Problem der Ratio (oder besser gesagt des Glaubens, wissen zu müssen und zu können) besteht darin, dass wir meinen, einer komplexen Komplexität beikommen zu können, in dem wir einfach nur genug Fakten sammeln und diese innerhalb unserer Glaubenssätze und Denkmuster ordentlich durchkneten. Am Ende steht dann eine vernünftige Entscheidung? Von wem? Von einem einzelnen, einsamen Top-Entscheider? Von einem Team von Projektmanagern, die die eigentliche Arbeit gar nicht machen, sondern nur “controllen”?

Wie viele Einflussfaktoren müssten wir überblicken und richtig einschätzen können, um auch nur annähernde Verlässlichkeit in unsere Planungsszenarien, geschweige denn in die Umsetzung zu erzielen? Diese Frage ist schlicht nicht zu beantworten, weil nicht nur die Quantität der Einflussfaktoren auf eine Planung, ein Budget, ein Projekt eine Rolle spielt. Sondern auch die Relationen der Faktoren untereinander.

Deswegen sind Projekte, je größer sie angesiedelt werden, und Pläne, je umfangreicher sie werden, auch immer wahrscheinlicher zum Scheitern verurteilt – jedenfalls wenn man konventionelle Maßstäbe anlegt. Manche nennen das Zufall, andere Schicksal. Für Dr. Andreas Zeuch ist es vollkommen natürlich. Umso mehr erstaunt es ihn, den studierten Musiktherapeuten und Management-Vordenker, wie sehr sich viele Entscheider darum bemühen, Entscheidungen allein auf der Basis sachbezogener Überlegungen zu treffen. Und wie viele Menschen dabei geflissentlich das warnende Bauchgefühl überhören. Und ihren Mitarbeitern, Partnern, Freunden etc. nicht zuhören. Und meistens noch nicht einmal fragen.

Sein Buch „Feel it! So viel Intuition verträgt Ihr Unternehmen“ versucht, die Lehren aus der klassisch-konservativen Managementarbeit zu ziehen. Und so viel sei verraten: Das gelingt ihm ganz vortrefflich.

Wissenschaftlich fundiert, lebendig geschrieben und ohne moralischen Zeigefinger zeigt Dr. Zeuch auf, wie man Management im Sinne einer am ganzen Menschen orientierten Denkweise neu leben kann. Und dass Intuition nicht das Gegenteil von Rationalität ist, sondern beide sich ganz prima ergänzen – wenn man sie denn lässt. Dabei geht es ihm nicht darum, Planung grundsätzlich in Frage zu stellen, sondern um die Lösung eines Problems auf einer anderen Gedankenebene. Für mich steht Dr. Zeuch damit in guter Gesellschaft zu Managementdenkern a la Förster & Kreutz, weil er vermeintliche Standards gekonnt in Frage stellt und aus meiner Sicht vernünftige Handlungsalternativen anbietet.

Mehr sei nicht verraten – selber lesen macht schlau. Ich werde jedenfalls das Buch jetzt noch einmal lesen – meine Intuition sagt mir, dass ich zwischen den Zeilen noch die eine oder andere Weisheit überlesen habe…

 

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Schuster, bleibe bei Deinen Leisten

Dieses bekannte Sprichwort war das Motto meiner Sommerferien 2010 -hieß für mich dieses Jahr unter anderem, ein Master-Review zu machen. Das Ergebnis ist eine Neuausrichtung meiner Tätigkeiten…

Das Wetter meinte es gut mit uns – an der Ostsee ein paar Tage die Seele unter brennender Sonne baumeln zu lassen, tat gut. Neben mehreren guten Büchern stand ein Master-Review an. Wer das Review aus dem GTD-Konzept von David Allen kennt, ahnt schon, was sich dahinter verbirgt. In aller Ruhe über all die Projekte und deren Sinnhaftigkeit in Bezug auf die eigene Lebensplanung nachdenken.

Status Quo: Ich hatte viele Projekte im Fokus, die verschiedenen, hochinteressanten Themen entsprangen – aber keines war so richtig im “Flow”, und vor allem, es gab keinen echten Bezug der Projekte zueinander. Kurz gesagt: Viel Energie aufgewendet, aber nichts so richtig voran gebracht. So konnte es nach den Ferien nicht weitergehen.

Also habe ich mich im Geiste vor meine Personal Kanban-Tafel gestellt und mich gefragt, welche Projekte eigentlich nur so aus Interesse entstanden sind und an welchen mein eigentliches Herzblut hängt. Daraufhin sind viele Ideen, Ansätze und Projekte in den geistigen Mülleimer gelandet. Sehr befreiend!

Übrig geblieben ist das, womit dieses Blog mal angefangen hat – Selbst-Organisation und persönliche Produktivität. Wobei ich darunter durchaus mehr verstehe als nur die Frage nach dem perfekt eingerichteten Zeitmanagementsystem, aber das nur am Rande.

In der Konsequenz wird es an dieser Stelle in den nächsten Wochen etwas ruhiger bleiben – die neue Homepage will endlich fertiggestellt werden, die besseren Beiträge dieses Blogs müssen umziehen, die ersten Ideen zu mehr Mehrwert müssen umgesetzt werden usw. usw.  Wer so etwas schon einmal gemacht hat, weiß, wieviel Arbeit das bedeutet.

So ein Master-Review ist im übrigen eine feine Sache – und ich kann es als Ergänzung zum wöchentlichen Review nur wärmstens empfehlen. In der Entspanntheit des Urlaubs lassen sich viele Dinge mit dem örtlichen und zeitlichen Abstand viel besser betrachten und bewerten.

 
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Geschrieben von - 17. August 2010 in Allgemeines, GTD, Leben, Motivation

 

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Euphemismus “Kundenberater”

Was erwarten Sie, wenn Ihnen ein Kundenberater gegenübersitzt? Richtig: Er berät Sie zu einem Thema so, dass für Sie am Ende eine optimale Lösung steht. Leider ist das Wort Kundenberater in vielen Unternehmen und Branchen ein Euphemismus.

Dank der medial mehr als ausgeschlachten “Servicewüste Deutschland” vermuten wir in der Regel schon, dass unsere Erwartungshaltung nicht oder nur teilweise erfüllt werden wird. Die traurige Wahrheit: In vielen Fällen stimmt das. Da wird geschummelt und gelogen, dass sich die Balken biegen. Unzureichende Informationen, versteckte Fallstricke, plötzliche Mehrkosten etc. pp. – wer kennt nicht solche Fälle.

Sind die Kundenberater also alles schlechte Menschen (man verzeihe mir die Pauschalisierung)? Nein. Das Problem liegt im System. In der Art und Weise, wie “moderne” Unternehmen betriebswirtschaftlich geführt werden.

Wie das Spiel funktioniert

Ein Banker eines großen, deutschen Bank- und Versicherungskonzerns hat mir heute ganz offen (Respekt und Danke für die Offenheit) dieses Spielregeln erneut bestätigt. Des Übels Wurzel liegt in der BSC, der Balanced Scorecard.

Für diejenigen, die diese Methode nicht kennen, eine stark vereinfachende Erklärung: In einer BSC werden die strategischen Ziele für verschiedene Perspektiven (Kunden, Ergebnis, Geschäftsprozesse usw.) eines Unternehmens für einen definierten Zeitraum, in der Regel das Wirtschaftsjahr, festgelegt. Daraus werden dann Hierarchie-Ebene für Hierarchie-Ebene konkretisierte Zielsetzungen abgeleitet, oftmals nach dem SMART-Prinzip. In der Regel richtet sich dann der variable Gehaltsanteil (auch Bonus genannt) der Mitarbeiter und der Führungskräfte danach, in wie weit diese Einzelziele erreicht worden sind.

Zurück zu meinem Banker: Er machte kein Geheimnis daraus, dass er als Kundenberater klare Umsatzziele für die einzelnen Produkte des Angebot-Portfolios seines Unternehmens hat. Sein Gehalt bzw. der nicht unerhebliche variable Anteil ist abhängig davon, wie gut oder schlecht er einzelne Produkte an den Mann und die Frau gebracht hat.

Konsequenz

Klartext: Dieser Mensch hat Ziele für die Anzahl und den Umfang von zu verkaufenden Dispositionskrediten, normalen Krediten, Lebensversicherungen, Bausparverträgen usw.

Das bedeutet, er wird die Produkte empfehlen, bei denen er seinen Zielvorgaben hinterher hinkt. Der beste Zeitpunkt für ein Beratungsgespräch mit diesem Menschen wäre also am Anfang des für ihn relevanten Messzeitraums, weil er dann noch relativ frei und tatsächlich im Sinne des Kunden agieren kann – aber wer kennt diesen Zeitraum schon? Und wenn dieser Mensch, wie in der Versicherungsbranche beispielsweise üblich, mehr von den Provisionen lebt als von einem festen Gehalt, dann können Sie eine objektive Beratung endgültig abschreiben.

Kundenorientierung? Ja, klar – die wollen nur unser Bestes – unser Geld. Mit Beratung hat das nichts mehr zu tun. Um mal eines klarzustellen: Die Banken- und Versicherungsbranche ist nicht die Einzige, die so verfährt.

Andere Branchen auch

In den meisten Autohäusern bekommen die Verkaufsberater ein kleines monatliches Fixum, den Rest müssen sie über Verkaufsprovisionen verdienen. Für die Vertragshändler eine lukrative Sache, so ein Unternehmer im Unternehmen. Das Risiko wird im Grunde genommen an die Verkäufer delegiert, die Marge zum größten Teil selbst kassiert. Wie viel Interesse hat so ein Verkaufsberater nun, Sie als Kunden offen und ehrlich zu bedienen? Gar keinen. Er wird versuchen, auf Teufel komm raus Ihnen den Wagen Ihres Interesses anzudrehen – und wenn es die letzte Mistkrücke ist.

In der Pharmazeutik funktioniert das Spiel noch perfider – nachzulesen in diversen Reportagen der großen Nachrichten-Magazine.

Bitte an die Chefs

Liebe Unternehmer, natürlich ist der Wettbewerb in Eurer Branche hart und gnadenlos – aber bitte, BITTE,veräppelt uns nicht länger. Wenn Ihr keine echte Beratung anbietet, dann nennt Eure Verkäufer doch einfach wieder Verkäufer. Und betreibt weiter Euren Selbstruin.

Besser wäre es natürlich, Ihr würdet mit ehrlicher Kundenberatung einen echten Mehrwert für den Kunden generieren. Dann würden die Kunden auch gern wiederkommen. Und Euch weiterempfehlen. Und Eurer Image verbessern. Und über die Social Media-Kanäle vielleicht sogar kostenlos Werbung für Euch machen.

Und wenn Ihr die BSC benutzt, die ja durchaus sinnvoll eingesetzt werden kann, dann verhindert bitte diesen Schmarrn!

 
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Geschrieben von - 3. Juni 2010 in BSC, Leben, Motivation, Organisation, Personalführung

 

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Die zehn beliebtesten Manager-Ausreden

Das Wort “Unternehmer” leitet sich von dem Verb “unternehmen” ab. Umso erstaunlicher, dass in dem Moment, wo diese Eigenschaft gebraucht würde, viele Unternehmer das Wehklagen bekommen. Vielleicht ist es deswegen auch so treffend, dass in Deutschland weniger von Unternehmern denn von Managern gesprochen wird.

Anja Förster und Peter Kreuz haben in ihrem Buch “Alles, außer gewöhnlich” die zehn beliebtesten Ausreden zusammengetragen, die Manager verwenden, um ja den Status Quo zu wahren (Zitat):

1. Daran ist die Globalisierung schuld, das können wir gar nicht beeinflussen
2. Die politischen Rahmenbedingungen müssen sich erst ändern, wir brauchen niedrigere Lohnnebenkosten und weniger Gesetze
3. Wir haben momentan eine Konsumflaute, die Leute wollen einfach kein Geld mehr ausgeben
4. Unsere Branche ist Zyklen unterworfen, gerade geht es nunmal bergab
5. Unsere Kunden haben unsere neue Strategie noch nicht verstanden
6. Sie werden in unsere Branche niemanden finden, der es grundsätzlich anders macht
7. Wir müssen uns in unserer Branche streng an die Vorschriften der EU halten
8. Wer heute noch Wachstum vorweisen kann, hat doch nur auf Kosten anderer von der Krise profitiert
9. Die Zeiten sind schlecht
10. Die Menschen sind schlecht

(Zitat Ende)

Die Punkte 9 und 10 dürfen dabei als allgemeine Zusammenfassung der vorigen gelten. Kommt Ihnen das bekannt vor?

Wie es anders sein kann, möchte ich Ihnen an einem Beispiel des Unternehmers Frank Breckwoldt zeigen. Ihm gehört die Friseur-Kette Ryf mit über 120 Salons im D-A-CH-Bereich. Diese Firma kommt mit extrem wenig Personal in der Zentrale aus, denn Herr Breckwoldt lebt auch in der Personalführung echtes Unternehmertum. So sind die Salonleitungen weitestgehend als Unternehmer im Unternehmen angestellt und verpflichtet. Ich hatte das Vergnügen, Herrn Breckwoldt in einem seiner Seminare “Hochleistung und Menschlichkeit” zu erleben. In diesem Seminar berichtete er darüber, was er von seinen Salonleitungen verlangt – und machte dies an einem einfachen Beispiel deutlich:

Ein Salon, in einer Fußgängerzone gelegen, wurde plötzlich damit konfrontiert, dass ein örtliches Telekommunkationsunternehmen direkt im Eingangsbereich des Salons und der benachbarten Geschäfte großzügig das Pflaster aufriss, um dort Kabel zu verlegen. Die Geschäfte waren quasi kaum noch wahrzunehmen geschweige denn zu erreichen. Ein typischer Manager hätte sich jetzt im Stile der oben zitierten Ausreden zurückgezogen, lamentiert und ansonsten den Umsatzrückgang ausgesessen. Die Salonleitung aber nahm ihre unternehmerische Verantwortung wahr – und legte eine “Brücke” über die Baugrube, stellte mitten in der Fußgängerzone ein großes Hinweisschild inkl. Entschuldigung auf und konnte so den Umsatzrückgang weitestgehend vermeiden.

Es wurde also nicht passiv abgewartet, sondern etwas unternommen. Dieses kleine Beispiel sollten sich die Lamentierer im Sinne des obigen Zitates hinter die Ohren schreiben. Veränderungen passieren – permanent und überall. Kernaufgabe von Unternehmern und Managern ist es, die Veränderungen zu erkennen und für das Unternehmen daraus einen Wettbewerbsvorteil zu entwickeln. Denn eines scheint mir klar und deutlich: Die zitierten zehn Ausreden sind doch nichts Neues – all diese in der Tat vorhandenen externen Einflussgrößen auf Unternehmen gibt es schon seit Jahrzehnten. Erfolgreiche Unternehmen haben gelernt, aus der Not mit viel Kreativität und Motivation eine Tugend zu machen – Beispiele dafür gibt es genug.

 

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